R.C. Joshua – Deadworld Isekai 1 Der letzte Überlebende
R.C. Joshua – Deadworld Isekai 1 Der letzte Überlebende

R.C. Joshua – Deadworld Isekai 1 Der letzte Überlebende

Der letzte Mann auf Erden

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CW: Blut, Gewalt, Nahtoderfahrungen

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Stell dir vor, du bist der letzte Überlebende auf einem toten Planeten. Wirklich der Letzte. Es gibt keine Menschen, keine Tiere, nicht einmal mehr Viren, die sich die unfruchtbare Erde mit dir teilen. Matt Perison, der Protagonist in R.C. Joshuas Deadworld Isekai, muss sich diese Situation nicht vorstellen, denn er lebt sie.

Wie der Titel des Buches schon vermuten lässt, ist Matts Geschichte im Genre des „Isekai” angesiedelt. Nachdem er durch eine Krebserkrankung auf der Erde stirbt, wird er auf dem Planeten Gaia reinkarniert und erhält die Quest, ihn vor einer mysteriösen Bedrohung zu retten. Ungünstig nur, dass es dort nichts mehr zu retten gibt. Von dem versprochenen wunderschönen Pflanzenparadies mit lebhafter Tierwelt ist bei Matts Ankunft schon seit Jahrhunderten nichts als lebensfeindliche Ödnis übriggeblieben.

Matt steht in der toten Wüste nur ein wenig hilfreiches System zur Seite, das ihn mit Quests, Belohnungen, Attributpunkten und Achievements beliefert.

Ihm bleibt damit nichts anderes übrig, als sich in einer toten Wüste ohne Nahrung oder Wasser als einsamer Überlebenskünstler zu beweisen.

„Wie zum Teufel soll ich den Leuten, die ich auf der Erde kannte, all das beschreiben, was hier mit mir passiert ist?“ 

Trotz der hoffnungslos scheinenden Ausgangslage lässt Matt sich nicht unterkriegen. Er agiert überlegt und geht bewusst kalkulierte Risiken ein, um sein Überleben zu sichern.

Entgegen den üblichen Gepflogenheiten des Genres ist er dabei nicht übermäßig mächtig, sondern muss sich anders behelfen. Die auf der Oberfläche von Gaia generierten Dungeons, die Matt in Interlude-ähnlichen Abschnitten betritt, bedeuten für ihn eine immense Gefahr. Der Einfallsreichtum, den er dabei beweist und die Tatsache, dass er immer noch einen Plan in der Hinterhand hat, machen ihn zu einem interessanten Protagonisten, von dem man etwas lernen kann.

Dieses Spiel mit Genrekonventionen kommt in Deadworld Isekai öfter vor und Matt bemerkt es sogar selbst, beispielsweise wenn sein Seelenwanderungsberater in Form eines Lieferwagens auftritt. Der Bezug auf Truck-kun, der schon zahllose Isekai-Protagonistinnen zu ihrer Reinkarnation befördert hat, bleibt Fans des Genres nicht verborgen. In diesem Bereich verschenkt das Buch jedoch teils etwas Potenzial und es kommt nicht immer zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Tropes.

Auch die Beschreibung von Matts Renaturalisierungsversuchen und dem Aufbau seines neuen Zuhauses nimmt etwas wenig Platz ein und bleibt stark oberflächlich in seinen Details. In einer Geschichte, in der selbst das Finden einer Schaufel bedeutend ist, wären intensivere Beschreibungen erfreulich gewesen.

Dennoch ist es R.C. Joshua gelungen, das Isekai Genre packend in seinem Buch umzusetzen. Die langsamen, aber doch kontinuierlichen Erfolge und die Aneinanderreihung von Herausforderungen im Überlebenskampf sind dabei Grund für viele Highlights.

von Victoria Dimeo  

R.C. Joshua
Deadworld Isekai 1 Der letzte Überlebende
Übersetzt aus dem Englischen von Bernhard Kempen
Droemer Knaur 2026 
432 Seiten  
16,99 Euro   
ISBN 978-3-426-57247-4

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