Blutige Sudoku
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CW: Mord
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Der Spieledesigner Manuel Garand wollte seine Lieblingsrätselarten Sudoku, Schiffe versenken und klassische Logikrätsel miteinander vereinen. Heraus kam Murdoku, ein absolutes Jahreshighlight aus der cozy Rätselecke!
Es funktioniert so: Man hat ein Gitternetz vor sich, das einen bestimmten Ort mit verschiedenen Räumen oder Plätzen abbildet. Das kann der Grundriss eines Wohnhauses, eines Labors oder gar einer ganzen Eishockeyhalle sein. In den verschiedenen Räumen des Grundrisses können sich Personen, das heißt Verdächtige, befinden. Ziel ist es, die Personen dem richtigen Kästchen zuzuordnen, um herauszufinden, wer mit dem Opfer allein in einem Raum war. Dies ist dann der Mörder oder die Mörderin. Die Positionen der einzelnen Verdächtigen werden grob beschrieben, zum Beispiel: „Axel: Er war vor einem Fenster; Bella: Sie war im Eingangsbereich“. Man muss dann durch Logik erkennen, welches Kästchen von wem besetzt ist.
„Und die Farbe ist noch nicht mal trocken. Oh … das ist keine Farbe.“
Der (deutsche) Untertitel, 80 Logikrätsel rund um mysteriöse Mordfälle, ist Programm und etwas irreführend zugleich: Man sollte keine umfassende Hintergrundgeschichte zu den Morden erwarten. Einzelne, in der deutschen Übersetzung sehr gut gelungene, schwarzhumorige Sätze beschreiben die Art des Raumes im aktuellen Rätsel, ansonsten gibt es keine Story. Dies schadet dem Spaß beim Knobeln jedoch in keinster Weise.
Die Rätsel sind so angeordnet, dass sie immer schwerer werden. Dennoch kann es sein, dass spätere Rätsel leichter fallen als frühere, da sie sehr abwechslungsreich sind und man immer mehr in Übung ist. Das Beste für eine lange Zugfahrt, ein nachvollziehbarer Hype und eine klare, uneingeschränkte Empfehlung!
von Hannah Orth

Manuel Garand
Murdoku. 80 Logikrätsel rund um mysteriöse Mordfälle
aus dem Englischen übersetzt von Tanja Schröder
riva Verlag 2026
208 Seiten
14,00 Euro
ISBN 978-3-7423-1002-6